Buch - Demontage der Gleise

Das Fotobroschüre in Farbe umfasst 60 Motive zum Projekt. Sie ist ein Art Zwischenbericht. LINK zum Buch „Homeoffice – Heimarbeit war gestern“ Format: Softcover 20×24 cm – Über den LINK können Sie das gesamte Buch blättern und auch kaufen.

„Homeoffice“

Heimarbeit war gestern

Das Thema Arbeitswelt beschäftigt mich als Fotograf schon seit 40 Jahren. Veränderungen zu dokumentieren, das Spannungsfeld zwischen gestern und heute fotografisch zu fassen, gehört zum Wesen meiner Fotografie der Arbeitswelt. War Arbeit bisher für viele Berufsbilder fast ausschließlich im Betrieb verortet, so änderte die Corona-Pandemie ab März 2020 diesen Ortsbezug völlig. In wenigen Wochen wurden 30 – 40% der Bürotätigkeiten von zuhause aus erledigt. Die Pandemie wirkte wie ein Katalysator. Das Homeoffice war fast über Nacht in voller Breite in der Gesellschaft angekommen. Auch die Arbeitgeber waren über­rascht, dass diese Arbeit im häuslichen Umfeld so gut funktionierte.

In der Ausgabe der Mitbestimmung Nr. 03/20 der Hans-Böckler-Stiftung formuliert dies Oliver Burkhard, Arbeitsdirektor bei Thyssenkrupp bereits mit folgenden Worten: „Wir haben festgestellt, dass sich viel mehr in Videocalls besprechen lässt, als wir erwartet hatten, und dass unsere Kolleginnen und Kollegen sehr gut im Homeoffice arbeiten. Es wäre doch verrückt, wenn wir das alles zurückdrehenrden.“ Mit dieser Analyse war eindeutig, dass der Ortsbezug „Betrieb“ erweitert werden muss. Was bedeutet das für die Gesellschaft? Was verändert sich in der bisher gelebten, betrieblichen Sozialstruktur? Homeoffice ist heute nicht mehr einer kleinen Gruppe von Angestellten und Soloselbständigen vorbehalten, sondern im Grundsatz für jeden möglich, der über Internet auf seine Arbeit zugreifen kann.

Mit dieser Einschätzung und vielen Fragen habe ich mein Projekt bereits 2020 als Langzeitprojekt gestartet. Aus ersten improvisierten Arbeitsplätzen wurden schnell dauerhafte Strukturen. Dies zeigt sich durch technische Aufrüstung im Homeoffice, aber auch im Einzelnen durch gezielte Veränderungen der privaten Alltagsstruktur bis hin zur Neuorientierung bei der Wohnungssuche. Auch die Arbeitgeber haben neue Arbeitsstrukturen entwickelt. Einzelbüros werden aufgelöst und durch Desksharing-Konzepte ersetzt. Der einzelne Beschäftigte hat somit im Betrieb keinen eigenen, ortsgebundenen Arbeitsplatz mehr. Die Ausstellung ist ein „Zwischenergebnis“, denn auserzählt ist die Geschichte der neuen Arbeitswelt noch lange nicht. – Text zur Ausstellung 10/2023 –

„Mein zweites Ich“

Portraits aus der Arbeitswelt – 1980 – 2020

Kommunikation mit Menschen beginnt mit einem ersten Blick auf das Gegenüber. Gesicht, Hände, Füße, Körperhaltung. Fast unbewusst speichern wir in wenigen kurzen Momenten den ersten Eindruck bei einer Begegnung. Beim Fotografieren würden hierbei Schnappschüsse entstehen mit mehr oder weniger guten Resultat, so wie wir dies auch im wirklichen Leben bei flüchtigen Begegnungen bemerken. Fotografische Porträts müssen tiefer gehen und sich Zeit nehmen. Die hier vorliegenden Porträts aus der Arbeitswelt sind keine versteckten Schnappschüsse, kennen keine Inszenierung, sondern sind Begegnungen in einer Welt, die für Außenstehende üblicherweise nicht zugänglich ist. Auch hier ist die Zeit für den journalistisch arbeitenden Fotografen meist kurz. Lässt sich in solchen Momenten ein Vertrauensverhältnis zum Portraitierten aufbauen, entstehen Bilder, die einen tieferen Einblick in den Menschen zulassen. Bei den vorliegenden Fotos bezieht der Fotograf die Umgebung, die Arbeitswelt in der die Porträtierte, der Porträtierte seine tägliche Arbeit verrichtet mit ein. Hierbei entstehen Bilder zum Verweilen, von Menschen mit Geschichten. Menschen, wie sie uns täglich auf der Straße begegnen. Wir taxieren sie, sortieren sie ohne uns über ihr „zweites Ich“ bewusst zu sein.   – Klappentext 01/2021 – 

Titel - Buch - Mein zweites Ich

Das Fotobuch in schwarz/weiß umfasst 120 Motive aus meinen 40 Jahren Fotografie in der Arbeitswelt. LINK zum Buch „Mein zweites Ich – Porträts Buchformat: Hardcover 28×32 cm – Über den LINK können Sie das gesamte Buch blättern und auch kaufen.

Buch - Demontage der Gleise

Fotobuch in Farbe umfasst 208 Bilder auf 102 Seiten. LINK zum Buch „Demontage der Gleise“ Buchformat: Hardcover 28×32 cm. – Über den LINK können Sie das gesamte Buch blättern und auch kaufen.

„Demontage der Gleise“

Das Münchner Gewerkschaftshaus vor dem Abriss

Orte schaffen Identität. Das gilt auch für das Gewerkschaftshaus in der Schwanthalerstraße 64, das für viele Generationen von Gewerkschafter*innen eine politische Heimat wurde. Nach dem Krieg entstand das Gewerkschaftshaus 1956 nach Plänen von Ernst Hürlimann, dem bekannten Münchner Architekten und Karikaturisten. Die Grundidee war, allen 16 Einzelgewerkschaften und dem Deutschen Gewerkschaftsbund als Dachverband in der Stadtmitte von München ein gemeinsames Haus zu schaffen. 1958 schuf Albert Heinzinger sein Wandgemälde „Voran auf neuen Gleisen“. Der Titel beschreibt die Stimmung des gemeinsamen Aufbruchs nach den Krieg in eine demokratische Gesellschaft mit starken Gewerkschaften. Das Bild steht bzw. stand in der Blickachse der beiden Häuser A und B, die durch den Zwischenbau mit Konferenzräumen verbunden waren. Nicht nur für Mitglieder der Gewerkschaften war das DGB-Haus ein Kristallisationspunkt der gemeinsamen Arbeit. Es war auch für Tausende von Mitarbeiter*innen und politischen Funktionär*innen der Arbeitsplatz. Im Dezember 2020 endet die Geschichte des „alten“ Gewerkschaftshauses. Es wird abgerissen und durch einen modernen Büroneubau ersetzt. Damit die Geschichte nicht im Schutt verschwindet, habe ich im letzten Jahr Mitarbeiter*innen an ihrem Arbeitsplatz fotografiert und den Auszug aus dem Haus dokumentiert. Die Corona Pandemie hat dabei leider vieles verhindert. Das Buch erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, aber es hilft sicher, sich zu erinnern und seine eigenen Erlebnisse wach zu halten.      – Klappentext 02/2021 –

„Arbeitswelten“

Einblicke in einen nichtöffentlichen Raum
Fotos Werner Bachmeier /Text Udo Achten

Arbeit und hier besonders die visuelle Wahrnehmung der Arbeitswelt ist in den letzten Jahren immer mehr von einer Betrachtung aus dem Blickwinkel der Investoren und Shareholder an den Rand gedrängt worden. Tägliche Börsenmeldungen machen in Intensität und Häufigkeit den Wetterberichten im Fernsehprogramm ernsthafte Konkurrenz. Schlagwörter wie „Rendite“, „Human Resources“, „Globalisierung“ marginalisieren die Menschen, die letztendlich die Waren produzieren und Dienstleistungen erbringen. Der Bild-/Textband bietet Einblicke in die Arbeitswelt, die sich in den letzten Jahren rasant gewandelt hat und durch Verdichtung und Rationalisierung den Menschen immer mehr abverlangt – was in der öffentlichen Betrachtung und Diskussion gerne unbeachtet bleibt. Der alten Tradition der Industriefotografie, bei der Menschen neben Maschinen fotografiert wurden, um deren gigantischen Ausmaße zu demonstrieren, stehen hier Fotos von Menschen gegenüber, die in ihrer realen Arbeitsumgebung beobachtet oder auch porträtiert wurden.
– Klappentext 10/2010 – 

Fotobuch in Farbe, 224 Seiten, mit einem Grußwort von Michael Sommer (DGB Vorsitzender) ist 2010 im Klartext Verlag erschienen.

Buch - Demontage der Gleise

Die FotoBroschüre in schwarz-weiß umfasst 77 Bilder auf 64 Seiten. Mit Texten von Andreas Hamann. Die Broschüre ist Ausstellungskatalog zur gleichennamigen Ausstellung 2004 erschienen.

„menschenhandeln

Ausstellungskatalog mit Texten von Andreas Hamann

„Ich werde als Kostenfaktor gesehen, muss dankbar sein und dienen“ – dieses Selbstbild einer Verkäuferin, eines Kommisionierer im Großhandel …

„So geht’s nicht weiter. Wir rücken die Zerrbilder gerade. Unser Fokus sind die Menschen, nicht die Zahlen“ ….     – aus dem Vorwort 2004 –